Gorillas
Auf einem Trip nach Ruanda, wurden wir eingeladen auf eine Gorilla Safari zu gehen. Das haben wir natürlich gerne angenommen. Tief im Volcanoes National Park, im Nordwesten des Landes, lebt eine der letzten Populationen der stark bedrohten Berggorillas. Ihnen hier, in ihrem natürlichen Lebensraum, zu begegnen, ist ein Erlebnis.
Der Tag beginnt früh. Nach einem kurzen Briefing durch die Ranger geht es in kleinen Gruppen los, hinein in dichten Bambuswald, über steile, oft schlammige Pfade. Die Wanderung kann eine Stunde dauern – oder auch mehrere. Niemand weiß genau, wo sich die Gorillafamilien an diesem Morgen aufhalten. Genau das macht den Reiz aus.
Und dann ist er plötzlich da, dieser Moment: Ein mächtiger Silberrücken sitzt nur wenige Meter entfernt im Unterholz, scheinbar unbeeindruckt von unseren staunenden Blicken. Jungtiere tollen spielerisch umher, Mütter beobachten aufmerksam, aber ruhig. Trotz ihrer enormen Kraft strahlen die Gorillas eine erstaunliche Gelassenheit aus. Eine Stunde darf man bei ihnen bleiben – eine Stunde, die sich zeitlos anfühlt und viel zu schnell vergeht.
Ruanda hat den Schutz der Gorillas zu einer nationalen Aufgabe gemacht. Die streng limitierten Permits, die erfahrenen Ranger und die enge Einbindung der lokalen Bevölkerung sorgen dafür, dass nachhaltiger Tourismus hier tatsächlich funktioniert.


